Investor plant Standorte neu

In der aktuellen Planung wurden drei der ursprünglich fünf geplanten Windräder neu positioniert.

Anfang März 2015 stellte sich heraus, dass der Plan zur Errichtung von fünf Windrädern im Laufenburger Wald aufgrund der Wasserschutzzone der Wehebachtalsperre nicht genehmigungsfähig ist. Die Stadt Stolberg hat daraufhin die geplante Bürgeranhörung zum Flächennutzungsplan abgesagt und das Verfahren zur Aufstellung des Flächennutzungsplanes zunächst ruhen lassen.

Damals kündigte die planende Projektgesellschaft „Green GmbH“  (Gesellschafter sind u.a. die Stadt Stolberg und die EWV GmbH) bereits an, nach neuen Standorten im Schevenhütter Wald zu suchen.

Wie am 25.6.2015 in einem Termin bei der Bezirksregierung bekannt wurde, plant die Green aktuell vier Standorte außerhalb der Wasserschutzzone. An diesem Termin nahm, auf Bestreben des Stolberger Bürgermeisters, auch der von uns beauftragte Rechtsanwalt teil.

Wir werden die Ergebnisse des Gespräches nun auswerten, das weitere Vorgehen der Verwaltung der Stadt Stolberg erkunden und dann unsere nächsten Schritte und Aktionen planen.

Proteste gegen Windkraftanlagen im Wald zeigen Wirkung!

Die landesweiten Proteste gegen Windkraftanlagen im Wald zeigen Wirkung! Im Landesentwicklungsplan NRW heißt es nun:

Ziel 10.2.-2 Vorranggebiete für die Windenergienutzung
Das Ziel wird in ein Ziel und einen Grundsatz aufgeteilt. Damit wird einerseits am Ziel festgehalten, bis 2020 mindestens 15 % der Stromversorgung durch Windenergie zu decken. Andererseits werden die Flächenvorgaben für die Planungsregionen als Grundsatz formuliert, um auf Detailfragen wie Flugsicherung, Landschafts- und Artenschutz auf der Ebene der Regionalplanung eingehen zu können. Es werden damit keine quantifizierten Zielvorgaben mehr für Windenergievorrangflächen in den einzelnen regionalen Planungsgebieten gemacht.

Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet dazu:
„Umstritten ist die weitere Öffnung der Wälder für Windkraftanlagen. Deshalb verzichtet NRW auf bindende Zielvorgaben für regionale Windenergievorrangflächen. Lersch-Mense (Chef der NRW-Staatskanzlei) bezeichnete das Ziel, bis 2020 den Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung von vier auf 15 Prozent zu erhöhen, als „ehrgeizig“. Flächenvorgaben werden nur noch als Grundsatz formuliert, um eine flexiblere Regionalplanung je nach Gegebenheiten vor Ort zu ermöglichen. Nach dem Einlenken der Landesregierung bei festen Vorgaben glaubt Lersch-Mense, dass „Bedenken ausgeräumt werden können“.

Kleine Dörfer sollen eine Zukunft haben – | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/politik/kleine-doerfer-sollen-eine-zukunft-haben-aimp-id10622333.html#plx1841930795

Damit ist das Argument unseres Bürgermeisters Dr. Tim Grüttemeier, das Land NRW könne Stolberg zwingen, auch im Wald Konzentrationsflächen auszuweisen endgültig vom Tisch!
Wie wir schon in unserem Faktencheck dargelegt haben, war diese Behauptung voreilig und vorauseilender Gehorsam unnötig:

Behauptung:
“Die Folge der künftigen Vorgaben der Regional- und Landesplanung ist eine Anpassungspflicht der Flächennutzungspläne der Kommunen an die formulierten Ziele. Sollten die Kommunen dem nicht – oder nicht sachgerecht – nachkommen, kann die Landesregierung über die Bezirksregierungen sie dazu verpflichten.”

Faktencheck:
Falsch! NUR bei nicht sachgerechter Überarbeitung kann die Kommune zu einer erneuten Überarbeitung der Flächennutzungspläne gezwungen werden. Hat die Kommune korrekt gearbeitet und trotzdem keine geeigneten Flächen gefunden, kann sie niemand zwingen!

Es ist zudem unglaubwürdig, dass ein CDU-Bürgermeister in vorauseilendem Gehorsam bisher nur geplante Vorgaben einer SPD/Grünen-Landesregierung erfüllen möchte. Hält der Bürgermeister die Stolberger für so naiv und dumm, ihm das zu glauben?

UMFRAGE DER STOLBERGER ZEITUNG UND NACHRICHTEN MIT THEMA „WINDKRAFT IM LAUFENBURGER WALD“!

Bitte zahlreich teilnehmen und unser Anliegen vertreten!!!

Liebe Mitstreiter,
trotz der Windstille in den letzten Tagen und Wochen, sind wir doch wachsam geblieben. Wie sich heute herausstellte, ist dies auch nach wie vor nötig:
Als Beilage zu den Stolberger Nachrichten und der Stolberger Zeitung, gab es am Samstag, 24.4.2015 Post der Lokalredaktion mit einer Umfrage zu den Interessen der Leser. Hierin wird auch explizit die Meinung zum Thema „Windkraft im Laufenburger Wald“ abgefragt. Was damit bezweckt wird ist nicht ganz klar, allerdings scheint die Lokalredaktion ein Interesse daran zu haben, dieses Thema wieder aufleben zu lassen. Indiz dafür ist auch ein Artikel unter der Rubrik „kurz notiert“ im Lokalteil.
Um von vorne herein klarzustellen, dass wir gegen Windräder im Wald sind, möchte ich euch bitten euch rege an der Umfrage zu beteiligen und die zweite Frage entsprechend zu beantworten. Hierfür kommt nur die dritte Antwort „Nein, das können andere Städte machen, die mehr Platz haben“ in Frage, da auch bei einer erneuten Klärung der Standortfrage, nur Waldflächen in Frage kämen und der Laufenburger Wald dadurch nicht gänzlich ausgeschlossen wäre.
Die Möglichkeit zur Beteiligung habt ihr direkt als Vordruck mit kostenloser Rücksendung in der Tageszeitung. Außerdem könnt ihr den hier geteilten Link nutzen.
Bitte beteiligt euch und teilt fleißig diese Nachricht, jede Stimme zählt!
http://www.aachener-nachrichten.de/zva/lesermarkt/imagefrabo/stolberg.php

Bürgeranhörung abgesagt!

 

Verbotsschild_WindkraftDie Bürgeranhörung ist abgesagt worden!

Der Plan, fünf Windräder im Laufenburger Wald zu bauen, ist aufgrund der Wasserschutzzone nicht genehmigungsfähig!
Aber wir bleiben wachsam! 

Die Green GmbH will ihre Planung überprüfen und neue Standorte suchen.  Das zulässige Gebiet ist jetzt aber nur noch halb so groß. Biotope, Bodendenkmäler und die Feststellungen über das Vorkommen geschützter Arten in den eigenen Gutachten der Green, schränken die verfügbare Fläche weiter ein. Die für eine Neuplanung von Standorten erforderliche Zeit verschiebt das Projekt nach 2016. Damit verschlechtert sich, aufgrund sinkender Einspeisevergütung, die ohnehin von uns in Frage gestellte Wirtschaftlichkeit weiter.

Wir gehen daher davon aus, dass unter den neuen Voraussetzungen sowohl die Gesellschafter der Green GmbH, als auch der Investor WSW Energiesysteme GmbH von dem Projekt Abstand nehmen werden.

Sollte es dennoch zu einer Neuplanung kommen, werden wir unsere bisherige Arbeit natürlich fortsetzen!

Aktiv werden – Stromanbieter wechseln!

Wer gegen Atomstrom oder Strom aus Braunkohle oder Gas ist, kann heute schon bei vielen Stromanbietern umweltfreundlichen Strom, ausschließlich aus regenerativen Energiequellen beziehen. Ökostrom ist selbst bei der EWV Stolberg günstiger als der Basistarif, den die meisten heute noch bezahlen (Basistarif 27,91ct/KWh, Ökotarif 27,22 ct, Basispreis 8,43 je Monat in beiden Tarifen). Noch günstiger sind andere Anbieter, wie unsere aktuelle Vergleichstabelle zeigt. Da die EWV GmbH Stolberg die maßgeblich treibende Kraft hinter dem Windpark Laufenburg ist, möchte vielleicht manch einer lieber zu einem anderen Stromanbieter wechseln. Umso besser, wenn man dabei noch etwas für Umwelt tun kann und Geld spart!

Im Internet gibt es zahlreiche Vergleichsportale (www.energieverbraucherportal.de, www.hauspilot.de). Der Wechsel ist sehr einfach.

Also: Aktiv werden!


Tarifvergleich oekostrom

INFORMIEREN + MITMACHEN

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Was ist geplant?

Die Stadt Stolberg plant im Laufenburger Wald einen Windpark mit 5 Windrädern des Typs Enercon E-115 mit einer Höhe von 206,5 m. Die Standorte befinden sich in der Nähe von Schevenhütte, mitten im Wald in ca. 100 m Höhe über der Talsohle.

Moderne Windräder sind Anlagen von gewaltiger Dimension (siehe Infografik). Die Warnlichter der Rotoren blinken zu jeder Tages- und Nachtzeit. Windkraftanlagen erzeugen Lärm und Schlagschatten sowie Infraschall mit einer Reichweite von 10-25 km. Unter diesen immensen Auswirkungen eines solchen Windparks werden nicht nur die Bewohner von Schevenhütte leiden, sondern auch von Gressenich, Hamich, Heistern, Mausbach, Werth…

Windenergieanlagen sind ein wichtiger Teil der Energiewende!

Aber Mensch und Umwelt haben Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. Deshalb sind Windenergieanlagen in der Größe eines Gewerbegebiets im Wald sehr umstritten. Im Naturpark Nordeifel und Landschaftsschutzgebiet Laufenburger Wald haben sie nichts verloren und können dort auch nicht wirtschaftlich und umweltverträglich betrieben werden.

Deshalb haben sich die Nachbargemeinden Langerwehe und Hürtgenwald bereits gegen diesen Wald als Standort entschieden.

Was sind die Folgen?

  • Zerstörung eines großen Wald-, und Landschaftsschutzgebietes
  • erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes
  • Gefährdung von gesetzlich geschützten Biotopen
  • Verlust des Waldes als Erholungsgebiet
  •  gesundheitliche Gefährdung der Bürger
  • Belästigung durch Schallemissionen
  • Gefährdung geschützter Tierarten
  • Identitätsverlust der Gemeinde
  • Unattraktivität für Wanderer und Ausflügler
  • Wertverluste der Immobilien der Bewohner umliegender Ortschaften

Was kann ich tun?

Unseren Newsletter abonnieren. Denn nur wer gut informiert ist, kann kompetent mitreden.

In der Bürgerinititative je nach Interesse und Begabung in einem der Komptenzteams mitarbeiten.

In die Unterschriftenliste eintragen. In Schevenhütte am Kiosk „Op de Hött“, im Salon „Haartrend Heidbüchel“ und in der „Schlemmerbud“ liegen Unterschriftenlisten aus.

„Flagge zeigen“ – Auf unserer Facebook-Seite facebook.com/WindparkLaufenburg posten und die T-Shirts bestellen und tragen.

An den Bürgermeister der Stadt Stolberg oder den eigenen Ratsvertreter schreiben. Kontakdaten gibt es auf der Internetseite der Stadt Stolberg.

Den Stromanbieter wechseln. Die EWV ist der größte Gesellschafter der Green GmbH, die diesen Windpark bauen will.
Echte Ökostrom-Anbieter sind zudem meist günstiger als der Grundtarif des EWV.

Bei der eigenen Bank oder Sparkasse nachfragen, ob diese Kredite für den Bau von Windparks im Wald vergibt. Auch hier gibt es Alternativen.

Strom sparen! Damit solche Industrieanlagen nicht nötig sind.

Jede einzelne dieser Möglichkeiten macht uns stärker und zeigt den Entscheidungsträgern dass man mit uns nicht machen kann, was man will! Nur Nichtstun ist der falsche Weg! Und führt am Ende dazu, dass geschieht, was nicht geschehen darf!

Wer Kontakt zu uns aufnehmen möchte, schreibt an: info(at)windpark-laufenburg.de

Wer anonym bleiben will, kann dafür Dienste wie www.Anonymailer.net benutzen.

Stadträte haften persönlich bei Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen

Details (c) www.windwahn.de

Mit Dank an Manfred Knake www.wattenrat.de

Es ist kaum anzunehmen, dass sich die Mehrheit der „Volksvertreter“ bisher mit den tatsächlichen Auswirkung der Windenergie auf die menschliche Gesundheit befasst hat. Ignoranz und schnelles Handheben „dafür“ – auch bei eigentlich komplexen Zusammenhängen – sind daher eher die Regel bei Abstimmungen über Windparkflächen. „Denn sie wissen nicht was sie tun!“
MK

Leseprobe:
Für Stadträte kann die Bewilligung von Windkraftanlagen richtig teuer werden. Das sei wohl bisher noch nie „in ihrer ungeheuren Tragweite“ durchdacht worden, sagt Prof. Dr. Michael Elicker, Staatsrechtslehrer an der Universität des Saarlandes.

Er führt aus, dass dem Staat laut Grundgesetz eine Schutzpflicht obliegt, das Leben und die körperliche Unversehrtheit des Einzelnen zu schützen. Die Verletzung dieser Schutzpflicht kann von allen Grundrechtsträgern geltend gemacht werden. „Lässt der Staat (in diesem Sinne umfasst der Begriff auch die Kommunen) es zu, dass Großwindanlagen in einem völlig unzureichenden Abstand von teilweise nur wenigen 100 Metern zu menschlichen Wohnungen errichtet werden, verletzt er seinen staatlichen Schutzauftrag und kann für die gesundheitlichen Folgen haftbar gemacht werden.“

Alles lesen:

http://ruhrkultour.de/stadtraete-haften-persoenlich-bei-gefaehrdung-der-menschlichen-gesundheit-durch-grosswindanlagen/

ebenfalls mit Dank an Peter Schmidt, Präsident des DAV